Die ersten Worte!

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Unsere Zwillinge sind mittlerweile über ein Jahr alt und plappern schon fröhlich vor sich hin. Noch kann man das Geplapper keiner bekannten Sprache zuordnen … oder doch? Manches klingt tatsächlich verständlich, doch scheiden sich die Geister daran, ob es nun Spanisch oder Deutsch ist. Es ist tatsächlich Auslegungssache, wie wir in diesem Sommer erfahren haben, als die Kleinen viel Zeit mit ihren deutschen und spanischen Großeltern verbrachten. Hin und wieder hörte man inmitten der Plapperei „mamamama“ und „papapapa“, womit natürlich ganz klar wir, die Eltern gemeint sind. Je nach Aussprache klingt es aber manchmal auch nach „mamámamá“ und „papápapá“, sodass sowohl der deutsche Papa als auch die spanische Mamá zufrieden sind.

Auch die Großeltern hören aus dem Geplapper der beiden heraus, was sie heraushören wollen: Während der deutsche Opa über Lenas vermeintlichen Seufzer „oje“ schmunzelt, meint der spanische Abuelo, seine Enkelin habe ihn mit „oye“ aufgefordert, ihr zuzuhören. Die Oma lacht sich über Max‘ doppelte Bestätigung „ja, ja“, und die Abuela strahlt bis über beide Ohren, weil sie es als „yaya“ versteht, wie in Valencia Kinder ihre Omas nennen.

Somit sind also alle zufrieden: die Kids, weil sich ihr Umfeld über jeden Laut freut, den sie von sich geben; die Eltern, weil die Kleinen offensichtlich schon jetzt zweisprachige Ansätze zeigen, und die jeweiligen Großeltern, weil sie Angst hatten, sie würden ihre Enkel vielleicht gar nicht verstehen. Das ist natürlich kein Happy End, sondern eher ein Happy Beginning … Ich werde weiter über die sprachlichen Fortschritte der Zwillinge nach Rezept berichten!

4 KOMMENTARE

  1. Wir haben von einem Übersetzer gelernt, dass nicht das wörtliche sondern das sinngemäße Übersetzen auch wirklich Sinn macht.
    Das Gebrabbel unserer Enkel, egal ob Spanisch oder Deutsch, macht sehr viel Spass und ist wirklich Auslegungssache. Bei “Da Da Da” merkt man genau, ob er etwas erklären will, oder ob es ungeduldig klingt. Bei ihr kommen die weiblichen Gene durch; sie erzählt sehr viel mehr, aber man weiss nicht so recht, was sie meint:)

  2. Unser Sohn Felix wurde auch letztes Jahr geboren und er plappert auch vor sich hin wie ein Weltmeister. Vor zwei Monaten hat er angefangen, eine Art Proto-Wort mit Melodie (schwer in “Papier” zu beschreiben) zu entwickeln, die sich irgendwie wie “iaammm” anhört. Der deutsche Papa und andere Landsleute haben sofort gemeint: er sagt “haben”! In der Tat setzt er diesen Laut immer ein, wenn er etwas haben möchte. Komisch nur, dass dies beim Spanienbesuch im August niemanden aufgefallen ist 🙂

    Aber wie Opa und Oma sagen, es kommt eigentlich auf das Gemeinte an. Ohne richtige Worte verstehen wir unsere Kinder hervorragend, gell? ;))

  3. Genau so ist es, Montserrat. Vielen Dank für deine Anekdote! Wirklich komisch, dass die Spanier nicht mal ein “yam/ñam” oder so reininterpretiert haben.
    Wie du richtig sagst, verstehen wir unsere Kinder auf jeden Fall – die Kindersprache ist ja quasi eine Universalsprache 😉

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