„Alternativlos“

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Wie in jedem Jahr wurde nach dem Wort des Jahres nun auch das Unwort des Jahres gewählt. Dies geschieht durch eine Jury an der Universität Frankfurt am Main, dessen Wahl für 2010 auf „alternativlos“ gefallen ist, mit dem zahlreiche Politiker eine Entscheidung von vorneherein begründen und legitimieren, ohne Diskussionen zugunsten von Alternativen zuzulassen. Diese Vorgehensweise wird in der Politik übrigens auch als „TINA-Prinzip“ bezeichnet, ganz nach dem von Margaret Thatcher geprägten Satz „there is no alternative“.

Zu den Finalisten zum Unwort des Jahres zählen die auch Wörter/Ausdrücke „Integrationsverweigerer“, ein vom amtierenden Innenminister Thomas de Maizière gebrauchtes Wort, das eine mangelnde Integration vollständig den Immigranten anlastet, und „Geschwätz des Augenblicks“, mit dem der Dekan des katholischen Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, die Missbrauchsanschuldigungen gegen Kirchenmitglieder kleinzureden versuchte. Hier findet ihr die „Sieger“ vergangener Jahre.

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