Werbesprache

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Oder besser gesagt: Werbesprachen, denn egal ob in Spanien oder Deutschland, die Werbung kommt nicht zwangsläufig in der Landessprache daher. Werfen wir einmal einen Blick auf die Autowerbung: Renault zählt traditionell auf einen unübersetzten Einheitsslogan. War es bis vor kurzem noch das markante „Créateur d’automobiles“, setzen die Franzosen nun auf das englische „Drive the Change“. Opel und Volkswagen unterstreichen ihre deutsche Identität mit den Zusätzen „Wir leben Autos“ und „Das Auto“, die auch in anderen Ländern auf Deutsch verwendet werden. Beim zum Volkswagen-Konzern zählenden Unternehmen SEAT spricht man – den Anfängen getreu – weiter Spanisch und wirbt mit dem mehrdeutigen Begriff „auto emoción“, denn „auto“ kann als Vorsilbe „selbst“, aber auch als Abkürzung für „automóvil“ verstanden werden. Audi und BMW übersetzen ihre Claims recht frei in die Sprache der Zielkundschaft und verheißen „Vorsprung durch Technik“ („A la vanguardia de la técnica“) und „Freude am Fahren“ (¿Te gusta conducir“). Mazda wiederum verwendet nun schon seit zehn Jahren den Einheitsslogan „Zoom-Zoom“, aber anfangen kann ich mit dem Gesumme noch immer nichts – in keiner Sprache!

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