Spanische Stier-„Kultur“

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In der letzten Zeit wurde dieses Thema in Spanien heiß diskutiert. Und ja, auch ich will meinen Senf dazugeben. Ich weiß ja nicht, wie ihr dazu steht, aber Tiere zur „Unterhaltung“ töten oder quälen hat für mich rein gar nichts mit Kultur zu tun. Daher unterstütze ich auch die Abschaffung der Stierkämpfe und begrüße die Initiative Kataloniens in dieser Hinsicht. Allerdings hat sich das katalanische Parlament gerade in dieser Woche für den Schutz der „correbous“ entschieden, bei denen Stieren Feuerbälle an den Hörnern angebracht werden (mit 114 Jastimmen!, 14 Neinstimmen, 5 Enthaltungen!). Stiere töten – nein, Stiere quälen – ja? Mit seinen Entscheidungen, den als spanisches Wahrzeichen erachteten Stierkampf zu verbieten, die katalanischen „correbous“ jedoch zu erlauben, scheint Katalonien den Kritikern Recht zu geben, die politische Motive vermuten. Tierschutz ist jedoch keine politische, sondern eine ethische Frage. Politiker, die Tierquälerei aktiv oder passiv fördern, missbrauchen ihr Amt als Volksvertreter. Wenn sie auf Sadismus stehen, sollten sie sich lieber in einem SM-Club austoben … Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin gegen Stierkämpfe, aber für die spanische Kultur!

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