Von einem Döner verraten

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Heute gebe ich euch eine Anekdote zum Besten, die einige von euch vielleicht schon kennen. In Deutschland werden ja bekanntlich fast genauso viele Dönerkebabs („sich drehendes Grillfleisch“ auf Türkisch) wie Würstchen gegessen. Vor relativ wenigen Jahren, als die ersten Döner-Restaurants in Spanien eröffneten, besuchte ich ein neues Restaurant in Valencias Innenstadt. Ich weiß noch genau, dass ich „un doner, por favor“ bestellte. Und der Türke im Restaurant fragte zurück: „Zum Mitnehmen oder Hier-Essen“ (Ja genau, auf Deutsch!). Ich war so verblüfft darüber, auf Deutsch angesprochen zu werden, dass ich erst viel später darauf kam, dass viele türkische Restaurants in Spanien von aus Deutschland stammenden Türken geführt werden (achtet mal auf die Schilder, die oft deutsche Namen, Slogans oder Telefonnummern enthalten). Woher aber wusste der, der mich bediente, dass ich Deutscher war? Aufgrund meines Aussehens? Nein, mit der Zeit habe ich gelernt, dass, was wir in Deutschland kurz „Döner“ nennen, in Spanien als „kebab“ bezeichnet wird. Seitdem bestelle ich „un kebab“, wenn ich unerkannt bleiben will, oder „un doner“, wenn ich ein wenig auf Deutsch plaudern will …

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